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Südwestmetall-Vorstand Dr. Roell: Betriebe nicht weiter einengen – Solide Entwicklung der Industrie unterstützen

von Ralf Grimminger
Sept.2016

Die Metallarbeitergeber warnen davor, die Flexibilität der Betriebe bei Themen wie Werkverträge, Zeitarbeit und Befristungen weiter zu beschneiden. „Wir müssen uns tagtäglich auf den Weltmärkten behaupten und brauchen dazu flexible Instrumente“, sagte Dr. Jan-Stefan Roell, Vorstandsmitglied von Südwestmetall und Vorstandsvorsitzender der Zwick Roell AG, am Montag bei der Mitgliederversammlung der Südwestmetall-Bezirksgruppe Ulm in den Räumen der Magirus GmbH: „Wer die Betriebe weiter einengt, ist schuld daran, wenn Arbeitsplätze in den unteren Lohngruppen ins Ausland abwandern.“

In einer Stichproben-Umfrage unter den anwesenden Unternehmen im internen Teil der Veranstaltung gaben 40 Prozent der Betriebe an, in diesem Jahr bereits Personal aufgebaut zu haben (insg. 210 Personen) und wollen diesen Personalstand im kommenden Jahr auch aufrechterhalten. Ein Viertel kann sich für nächstes Jahr einen weiteren Personalaufbau vorstellen, 30 Prozent aber auch einen Abbau.

Die Hälfte der Betriebe sieht die Entwicklung ihres Unternehmens im kommenden Jahr zum jetzigen Zeitpunkt als positiv an, ein Drittel hegt aber Bedenken und gibt sich für 2016 vorsichtig. Jan-Stefan Roell verwies in seiner Rede zum Thema „Unternehmen im globalen Wettbewerb brauchen eine zukunftsfähige Tarifpolitik“ auf eine aktuelle Studie der IW Consult, die von Südwestmetall in Auftrag gegeben wurde.

Den Ergebnissen zufolge hänge der Wohlstand Baden-Württembergs in hohem Maße von der international erfolgreichen Industrie ab, in erster Linie von der Metall- und Elektroindustrie (M+E). Falsche politische Weichenstellungen dürfe sich die Politik nicht leisten, denn „schon heute sehen wir eine schleichende De-Industrialisierung.
Zwar investieren unsere Unternehmen noch im Inland, aber ganz überwiegend in Modernisierung und Rationalisierung. Eine Erweiterung der Kapazitäten findet dagegen kaum noch statt“, sagte Roell. Die hohen Tarifabschlüsse in der Vergangenheit seien ein Grund für die fehlende Bereitschaft, am Standort Deutschland zu investieren.

Roell forderte: „Wir müssen zu einer Entgeltentwicklung zurückkehren, die sich am wirtschaftlich Machbaren orientiert. Nur wenn wir den Kurs ändern, kann es uns gelingen, den Verlust von Produktion zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen“.
Mit Blick auf eine zukunftsfähige Tarifpolitik gelte es, flexible Elemente für Unternehmen zu entwickeln. Dazu gehöre unter anderem, Antworten zu finden auf Themen wie die Digitalisierung der Arbeitswelt – Stichpunkt Industrie 4.0 -, oder die Entgrenzung von Privatem und Arbeit. Aber auch den demografischen Wandel gelte es zu meistern ebenso wie die Flexibilisierung der Arbeitszeiten.

Stefan Halder, stellvertretender Vorsitzender der Bezirksgruppe Ulm und geschäftsführender Gesellschafter der Erwin Halder KG, forderte mit Blick auf die nächste Tarifrunde ebenfalls eine Tarifpolitik mit Augenmaß: „Allein die letzten drei Tarifrunden seit 2012 haben zu einer Erhöhung der Personalkosten von knapp 14 Prozent geführt. Die Tarifrunde in diesem Jahr hat mit einem hohen Reallohnplus viele Betriebe an die Belastungsgrenze gebracht“.

Dazu passe nicht ins Bild, wenn flexible Arbeitszeitinstrumente wie der Werkvertrag ständig beschnitten werden sollten. Grob fahrlässig sei deshalb die Darstellung der IG Metall, Werkverträge hätten in der Vergangenheit zum Abbau von Stammarbeitsplätzen beigetragen. „Tatsächlich ist die Zahl der Stammbeschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg und Deutschland in den vergangenen fünf Jahren stetig gewachsen“, betonte Halder, „es gilt also vielmehr, die solide Entwicklung unser Industrie zu unterstützen.“

Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher, Vorstand FAW/n und Professor für „Datenbanken und Künstliche Intelligenz“ an der Universität Ulm sprach in seinem Vortrag über das Wachstum und die wachsende Herausforderung der Menschen und Unternehmen für die Zukunft. Als Mitglied des Club of Rome stellte er dar, wie schwierig Interessen nach Wachstum, Nachhaltigkeit und endlichen (Markt-) Ressourcen miteinander zu vereinbaren seien.

Im Außenbereich der Veranstaltung wurde der neue Discover Industry Truck von Südwestmetall vorgestellt. In Ergänzung zum Info Truck, der im vergangenen Jahr bei der Mitgliedversammlung zu bestaunen war und der zahlreiche Ausbildungsberufe der Metall- und Elektroindustrie präsentiert, stehen beim Discovery Industry Truck die naturwissenschaftlichen und technischen Studiengänge im Mittelpunkt. Der LKW steht im Jahresverlauf ebenfalls meist direkt bei den Schulen und auf Ausbildungsmessen.

 

 

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20. Dezember 2015

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